Chronologie

2. Februar 1975 Benedikt Toth wird in Budapest geboren.

1981 Die Familie lässt sich in Germering nieder.

1993 Benedikt und sein Bruder Mate arbeiten gelegentlich für ihre Tante Charlotte Böhringer. Charlotte ist die Schwester von Benedikts und Mates Mutter. 1970 siedelt sie von Ungarn nach Deutschland über; 1988 lernt sie ihren späteren Mann Oskar Böhringer kennen, der in München ein Parkhaus besitzt.

1995 Nach dem Tod von Oskar Böhringer erbt Charlotte das einträgliche Parkhaus.

1996 Benedikt macht sein Abitur und schreibt sich noch im Herbst desselben Jahres für ein Jurastudium an der LMU ein.

15. Mai 2006 Charlotte Böhringer wird ermordet.

16. Mai 2006 Die Leiche wird von Benedikt und vom einem damaligen Angestellten des Parkhauses entdeckt.

18. Mai 2006 Benedikt wird verhaftet. Mit seiner Verteidigung wird RA Peter Witting beauftragt.

15. November 2006 Staatsanwaltschaft München I erhebt Anklage wegen Mordes.

2. Mai 2007 Am Landgericht München beginnt die Hauptverhandlung.

12. August 2008 Nach 93 Verhandlungstagen wird das Urteil verkündet: Benedikt wird zu lebenslängicher Haft verurteilt. Zudem wird die besondere Schwere der Schuld festgestellt.

13. August 2008 RA Peter Witting legt Revision gegen das Urteil ein.

28. April 2009 Die Revision wird mit zwei Sätzen als unbegründet verworfen.

3. Juni 2009 Beim Bundesverfassungsgericht wird Verfassungsbeschwerde eingereicht.

23. November 2009 Das Bundesverfassungsgericht nimmt die Beschwerde nicht an.

5. April 2011 Beginn der Beweisaufnahme beim Zivilgericht.

7. Juni 2011 Im Zivilprozess um das Erbe von Charlotte Böhringer erklärt Zivilrichterin Brigitta Steinlehner-Stelzner in ihrem Hinweisbeschluss, sie habe erhebliche Probleme mit der Urteilsbegründung des Strafgerichts: Ein wichtiges Indiz sei bislang nicht überzeugend belegt worden; andere mögliche Täter bzw. Hinterpersonen waren nicht ausreichend berücksichtigt.

1. Oktober 2012 Die Verteidigung reicht einen Antrag auf Wiederaufnahme beim Landgericht München I ein, verbunden mit dem ausdrücklichen Antrag sofortiger Haftentlassung.

5. Dezember 2014 Das Landgericht Augsburg verwirft den Wiederaufnahmeantrag als unzulässig.

8. Juni 2015 Benedikts Familie lobt eine Belohnung in Höhe von 250.000 für neue Hinweise aus, die zu einer rechtskräftigen Verurteilung des wahren Mörders führen.

24. Juli 2015 Die Entscheidung des Landgerichts Augsburg wird durch das Oberlandesgericht München bestätigt. Rechtsanwalt Peter Witting legt gegen die Entscheidung eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht ein.